Kennst du das Land…

Heidelberg: Unser Projekt „Jungenleseliste“ hat schon oftmals angeregt, Jungs am Boys-Day einen Pratikumsplatz in einer Bibliothek zur Verfügung zu stellen. Als Leiter dieses Projektes und Vater eines Sohnes habe ich aber leider feststellen müssen, dass ausgerechnet in dem Bundesland, in dem ich lebe (Baden-Wüttemberg), genau das Jungen untersagt ist.

Im Blog „auschfrei“ von Anne Nühm wurde das Thema BoysDay aufgegriffen. Die Bloggerin befasst sich schon seit längerer Zeit mit dem Thema des Girls&Boys-Days und sie hat auch meine Erfahrungen in diesen Beitrag eingebaut. Vielen Dank dafür.

„Oft wird damit argumentiert, dass der [Girl|Boy]s‘ Day dazu dienen soll, Schüler gerade für geschlechtsuntypische Berufe zu interessieren. Aber auch (oder gerade dann) wenn man dies so akzeptiert, ist der Sonderweg, den Baden-Württemberg eingeschlagen hat, nicht nachzuvollziehen.

In Baden-Württemberg wird der Boys’Day nur in Organisationen und Institutionen im sozialen, pflegerischen, erzieherischen und gesundheitlichen Bereich durchgeführt.

Das führt dazu, dass in Baden-Württemberg eine Reihe Berufe nicht zugelassen sind (z.B. Kaufmann für Bürokommunikation, Bibliothekar, Friseur), die in anderen Bundesländern erlaubt sind.“

Mehr auf der Seite auschfrei. Der Beitrag ist in Gänze lesenswert. Dort können Sie auch den Briefwechsel zwischen der Landesregierung und mir nachlesen.

Die Intension in BW ist für Mädchen und Jungen offenbar eine ganz andere. Der Girls Day soll dazu dienen, Mädchen frauenuntypische Berufe vorzustellen. Man will also etwas für Mädchen machen. Der Boys Day ist für die Arbeitgeber im Sozial- und Gesundheitsbereich, um Jungen dafür anzuwerben. Jungen sind also nur Mittel zum Zweck. Es ist diese unterschiedliche Einstellungen zu Mädchen und Jungen, die hier offensichtlich wird.

 

 

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