Jungen lesen

Die Lesekompetenz von Kindern und insbesondere Jungen hat in den letzten Jahren abgenommen. Dabei ist Lesen eine der wichtigsten Grundfertigkeiten. Sie ist bedeutend für das Sprachverständnis und damit auch für die kommunikative Kompetenz. Sie ist für jede Form von Wissenserwerb notwendig.

Schon die PISA-Studie 2000 hat darauf hingewiesen, dass die geringe Lesekompetenz der Jungen eine große bildungspolitische Herausforderung darstellt. 2003 hat die OECD nochmals Jungenleseförderung als primäres Bildungsziel weltweit formuliert. Passiert ist von Seiten der Politik seitdem herzlich wenig.

Auch in der PISA-Studie 2009 zeichnet sich keine Besserung ab. Im Gegenteil, der Anteil der Jungen, die auf höchstem Leistungsniveau lesen können, sank sogar seit 2000 um fast die Hälfte von 7 % auf 4 %. Der entsprechende Anteil bei den Mädchen blieb konstant bei 11%. Ein Viertel der Jungen gehört zu den Risikoschülern. Der Rückstand der Jungen im Lesen beträgt etwa ein Jahr. Offenbar existiert immer noch kein politischer Wille, Nachteile von Jungen im Bildungswesen abzubauen.

Umso wichtiger ist es, dass Eltern, Schulen und private Initiativen aktiv werden und versuchen, Jungen von klein auf den Spaß am Lesen zu vermitteln. Studien zeigen, dass die Förderung der Lesemotivation zur Steigerung der Lesekompetenz von Jungen beiträgt.

MANNdat macht die Politik immer wieder auf ihre unerledigten Hausaufgaben aufmerksam und hilft mit seiner Jungen-Leseliste (aktuelle Literatur und Klassiker) den Eltern, Pädagogen, privaten Initiativen und anderen Interessierten, die richtigen Bücher für Jungen zu finden.

Informationen zur Leseförderung von Jungen

Quelle: Simone Peter  / pixelio.de

Jungen-lesen-Newsletter Dezember 2011 von MANNdat erschienen! Der neue Jungen-lesen-Newsletter von MANNdat ist da und ist hier abrufbar. Was erwartet Sie? Sonhild Menzel von den Städtischen Bibliotheken Dresden erzählt uns im Interview, wie Bibliotheken Jungenleseförderung unterstützen können. Passend zu unserem Interview mit Frau Menzel verweisen wir auf ein Portal zur Jungenleseförderung für Jungen, das speziell für Bibliotheken konzipiert ist. Eine Studie zeigt: Vorlesen macht Kinder schlauer! Wissen Sie, wann der nächste bundesweite Vorlesetag ist? Wir sagen es Ihnen. Schule muss umdenken, meint Theo Kaufmann, Pädagoge und Vorsitzender des Vereins für Leseförderung e.V. Kennen Sie gute Bücher über Sexualität für Jungs? Dann her damit! Und natürlich gibt es auch diesmal wieder eine Reihe neuer Bücher für unsere Jungenleseliste.

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Jungen-lesen-Newsletter August 2011 von MANNdat erschienen

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Was erwartet Sie im neuen newsletter? Dr. Anne Scheller, Kinderbuchautorin und Autorin des Buches „Leseförderung für Jungen“, erzählt uns, wie Jungenleseförderung in Schulen und Elternhäuser gelingen kann. Die MANNdat-Jungenleseliste ist einfach klasse. Das fand auch der Verein „Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.“  und stellte uns als Best-Practice-Beispiel für Jungenförderung vor. Aus eins mach drei. Warum wir die Jungenleseliste in drei Teile aufgegliedert haben. „Die Fortsetzung der Jungenleseförderung steht für uns außer Frage“ – Das klingt klasse. Wer dies sagt, erfahren Sie im Newsletter. „Leseförderung für Jungen“ – Unterrichtsmaterialien zur Jungenleseförderung ist ein tolles Buch für alle Lehrkräfte, die Jungen beim Lesen lernen unterstützen wollen. Wir stellen es vor.

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Jungenlesefördeung durch eBooks

eBooks

Elektronische Bücher sind bereits seit einigen Jahren auf dem Markt. Insbesondere in den USA erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit, aber auch in Deutschland nimmt dieser Trend langsam an Fahrt auf. Ansehen kann man sich diese Bücher mit einem der zahlreichen Lesegeräte, von denen der „Kindle“ wohl das bekannteste ist – kein Wunder, wird er doch von Amazon vertrieben, dem weltweit größten Internetbuchhändler. Allein in den USA sind davon 20 bis 25 Millionen Stück im Umlauf (Stand: Mitte 2011). Allerdings sind die Kosten von reichlich 100 Euro doch erheblich und der Bildschirm ausschließlich schwarz-weiß. Der Vorteil hingegen: Mit diesem transportablen Gerät kann man auf Grund der verwendeten Technik („E-Ink“) mit einer Akkuladung problemlos einen zwei- oder dreiwöchigen Urlaubslesemarathon veranstalten.

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